| Rupertiwinkel - Namensgebung |
|
|
|
|
Der Rupertiwinkel ist eine Region im südöstlichen Oberbayern, direkt an der österreichischen Grenze, gelegen zwischen dem Chiemgau und dem Salzburger Land. Er zeichnet sich ganz besonders durch eine herrliche Landschaft, eingerahmt von einer grandiosen Bergwelt, aus. Benannt ist der Rupertiwinkel nach seinem Schutzpatron, St. Rupert. Heute erstreckt sich der Rupertiwinkel über Teile zweier oberbayerischer Landkreise. Im Südosten der Landkreis Berchtesgadener Land und im Nordwesten der Landkreis Traunstein. Aber kulturell sind wir seit Jahrhunderten auch sehr eng mit Salzburg verbunden. Denn der Rupertiwinkel ist derjenige Teil des ehemaligen Fürsterzbistums Salzburg, der 1816 nicht Österreich, sondern den Bayern zugesprochen wurde. Nach Meinung vieler Historiker waren die Auswirkungen dieser damals sehr massiven neuen Grenze auf die bis dahin eng verbundenen Menschen und auf die Wirtschaft der Region gravierender als die der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Wegen der über 500 jährigen Zugehörigkeit zu Salzburg und als Reminiszenz an dessen Schutzpatron nannten die Einheimischen diese Gegend daher den Rupertiwinkel. St. Rupert kam um 700 n. Chr. aus Worms in unsere Region, gründete das Bistum Salzburg und war auch der erste Bischof von Salzburg. Von dort aus christianisierte er weite Teile des heutigen Bayern und Österreichs. Schon seit der Keltenzeit war es das Salz, das der Region zu Ruhm und Reichtum verhalf. Unsere Wirtschaft war seit Jahrtausenden durch Salzgewinnung und durch Salzhandel geprägt. St. Rupert ist deshalb zugleich Schutzpatron der Salzbergwerke. Aus diesem Grund wird er meist mit einem Salzfass dargestellt.
|




