Samstag, 31 Jul 2010
Hoffnung trotz Krise PDF Drucken E-Mail

Rupertiwinkel. „Trotz einer Flut von Negativprognosen der Experten ist die Stimmung unter den Bürgern in der Wirtschaftskrise optimistisch. Auch wenn die Deutschen als Schwarzmaler gelten, lassen sie sich von dieser Krise nicht unterkriegen“, kommentiert Ute Bischof, Kreissprecherin der Wirtschaftsjunioren Rupertiwinkel, die Ergebnisse einer bundesweiten Umfrage der jungen Unternehmer und Führungskräfte. Im Berchtesgadener Land stellten die Junioren Fragen zu den Themen Ausbildungsreife und Güterterminal. Nun wurden die Ergebnisse präsentiert.

 

*60% für Güterterminal*

Bei der Wirtschaftslange im Landkreis konzentrierten sich die Junioren auf die Bildung der Schulabgänger und das "heiße Eisen" Güterterminal. Überwiegend neutral äußerten sich die Teilnehmer der Straßenbefragung über die Ausbildungsreife der Schüler im Landkreis. Nur 11 Prozent glaubten, die Jugendlichen seien nicht ausreichend auf eine Lehre vorbereitet.

Deutlicher fiel das Resultat der Auszählung zum geplanten Güterterminal aus. Knapp 60 Prozent der Befragten glauben an einen positiven Impuls für die heimische Wirtschaft, nur 17 Prozent sprachen sich dagegen aus. Freudig wurde dieses Ergebnis als gutes Signal für die Kreispolitik von Landrat Georg Grabner und WFG-Chef Thomas Birner aufgenommen. Die Wirtschaftsjunioren präsentierten den beiden die Resultate ihrer Studie im Rahmen eines Arbeitsgespräches im Landratsamt.

Krise trifft Landkreis weniger stark

Befragt wurden deutschlandweit knapp 12000 Personen. Zwar bewerten 82 Prozent der Bundesbürger die Konjunkturaussichten so schlecht wie seit 1998 nicht mehr, aber 51 Prozent gehen davon aus, dass sich ihre individuelle finanzielle Situation im nächsten Jahr nicht verändern wird. Ledigleich ein Drittel rechnet mit einer Verschlechterung. Nur bei den Ausgaben wollen die Menschen sparen. Kaum jemand unter den Befragten im Berchtesgadener Land glaubte, die Krise treffe den Landkreis stärker als andere Regionen. Ein Drittel gab sogar an, geringere Auswirkungen zu erkennen.

Kritisch sehen die Wirtschaftsjunioren die zunehmende Befürwortung von staatlichem Einfluss auf die Wirtschaft durch die Bürger: "Die Realwirtschaft muss sich selbst helfen, um diese Krise zu überstehen. Wir Unternehmer dürfen uns nicht auf den Staat verlassen und die Bürger dürfen nicht glauben, dass Staatshilfen alle Probleme der Wirtschaft lösen können", so Kreissprecherin Ute Bischof. Das Motto der Wirtschaftsjunioren in der Krise: "Unsere Köpfe sind unser größtes Kapital. Jetzt haben wir die Chance, nachhaltig die Weichen in Richtung Zukunft zu stellen. Unternehmer sowie Bürger müssen optimistisch bleiben und dürfen sich nicht von Wahlkampfversprechen blenden lassen."

Die Wirtschaftsjunioren Deutschland (WJD) bilden mit rund 10.000 aktiven Mitgliedern aus allen Bereichen der Wirtschaft den größten deutschen Verband von Unternehmern und Führungskräften unter 40 Jahren. Bei einer Wirtschaftskraft von mehr als 120 Mrd. Euro Umsatz verantworten sie rund 300.000 Arbeits- und 35.000 Ausbildungsplätze. Seit 1958 sind die Wirtschaftsjunioren Deutschland Mitglied der mehr als 100 Nationalverbände umfassenden Junior Chamber International (JCI).